
Wenn man die Anwendung zum ersten Mal öffnet, stößt man auf einen Bildschirm, der nach einem Profilbild, einer Bio, einem Benutzernamen fragt, und man weiß nicht, wo man anfangen soll. Die meisten Anleitungen bieten einen generischen Schritt-für-Schritt-Guide.
Das Problem ist, dass sich die Benutzeroberfläche von Instagram in den letzten Monaten mehrfach geändert hat, insbesondere mit den neuen Schutzmaßnahmen für Jugendliche und der Einführung von Funktionen wie dem Repost. Dieser Leitfaden konzentriert sich auf die konkreten Entscheidungen, die wichtig sind, wenn man anfängt.
Ein Instagram-Konto richtig einrichten, ohne den Kontotyp zu verwechseln
Bevor man irgendetwas veröffentlicht, wählt man zwischen drei Kontotypen: persönlich, Creator oder professionell. Diese Wahl ist nicht endgültig (man kann in den Einstellungen zwischen den Typen wechseln), aber der Kontotyp bestimmt die zugänglichen Statistiken. Ein persönliches Konto gibt keine Daten zur Reichweite der Beiträge. Ein Creator- oder professionelles Konto bietet Zugang zu Insights (Anzahl der Aufrufe, Profil der Abonnenten, Zeiten der Verbindung).
Für jemanden, der einfach nur Reise- oder Familienfotos teilen möchte, reicht das persönliche Konto aus. Sobald man plant, ein Publikum aufzubauen, auch wenn es bescheiden ist, sollte man von Anfang an ein professionelles oder Creator-Konto wählen. Der Wechsel dauert dreißig Sekunden in den Profileinstellungen.
Für diejenigen, die Instagram für Anfänger strukturiert lernen möchten, bleibt das Creator-Konto die flexibelste Wahl: Es bietet die gleichen Statistiken wie ein professionelles Konto, mit feineren Kategorisierungsoptionen.
Die Bio und das Profilbild, zwei Elemente, die Anfänger oft vernachlässigen
Die Bio hat maximal 150 Zeichen. Man beschreibt, was man macht, nicht, was man philosophisch ist. “Hochzeitsfotograf Bretagne” funktioniert besser als ein inspirierendes Zitat. Das Profilbild erscheint überall in Miniaturansicht: ein eng gefasstes Gesicht oder ein lesbares Logo in kleiner Größe, nichts anderes.

Beiträge, Stories und Reels: Die Formate verstehen, bevor man postet
Instagram bietet mehrere Inhaltsformate, und jedes hat einen anderen Verwendungszweck. Wenn man anfängt, ist die Versuchung, alles gleichzeitig auszuprobieren. Es ist besser zu verstehen, wofür jedes Format dient.
- Die klassischen Beiträge (Fotos oder Karussells) bleiben dauerhaft im Profil sichtbar. Es ist das Schaufenster. Man stellt gepflegte Inhalte ein, die Wochen nach der Veröffentlichung entdeckt werden können.
- Die Stories verschwinden nach 24 Stunden, es sei denn, man pinnt sie in “Highlights” im Profil. Sie dienen dazu, den Alltag, einen Blick hinter die Kulissen, spontanere Inhalte zu zeigen. Man kann Umfragen, Fragen oder Links hinzufügen.
- Die Reels sind kurze Videos (bis zu 90 Sekunden). Es ist das Format, das Instagram am meisten in den Empfehlungen fördert. Ein relevantes Reel kann Nutzer erreichen, die noch nicht abonniert sind.
- Der Repost, eine neuere Funktion, ermöglicht es, Inhalte eines anderen Kontos erneut zu teilen. Für einen Anfänger ist es eine Möglichkeit, einen Trend zu kommentieren oder Inhalte hervorzuheben, die mit seinem Thema resonieren.
In der Praxis beginnt man damit, Fotos oder Karussells zu veröffentlichen, um ein kohärentes Profil aufzubauen, dann fügt man Stories hinzu, um Regelmäßigkeit zu schaffen, und testet die Reels, wenn man sich mit der Anwendung wohlfühlt.
Hashtags: wie viele und welche
Instagram erlaubt bis zu 30 Hashtags pro Beitrag. Man muss nicht so viele verwenden. Fünf bis zehn gut gewählte Hashtags, die mit dem Thema des Fotos verbunden sind, reichen aus, um in den Suchen sichtbar zu sein. Zu breite Hashtags ertränken den Beitrag in einem massiven Strom, während sehr spezifische Hashtags (zum Beispiel “Töpferei-Drehen-Steingut” statt “Kunst”) ein qualifizierteres Publikum erreichen.
Die Rückmeldungen variieren zu diesem Punkt, aber ein gängiger Ansatz besteht darin, zwei oder drei beliebte Hashtags mit mehreren Nischen-Hashtags zu mischen.

Instagram-Datenschutzeinstellungen für neue Nutzer
Ein Punkt, den klassische Guides oft überfliegen: Die Datenschutzeinstellungen wurden grundlegend überarbeitet, insbesondere für Konten von minderjährigen Nutzern. Meta hat spezifische Schutzmaßnahmen für Jugendliche eingeführt, einschließlich Einschränkungen für private Nachrichten von Unbekannten und einer Option für einen nicht personalisierten Feed, das heißt eine chronologischere und weniger algorithmisch gesteuerte Anzeige.
Für einen erwachsenen Anfänger haben diese Änderungen indirekte Auswirkungen: die Benutzeroberfläche der Einstellungen wurde neu organisiert, und einige Bildschirme sehen nicht mehr so aus, wie sie in den alten Tutorials gezeigt werden. Die Datenschutzeinstellungen findet man jetzt in einem speziellen Menü, das die Sichtbarkeit des Kontos, die erlaubten Interaktionen und die Datenverwaltung zusammenfasst.
Öffentliches oder privates Konto
Ein privates Konto bedeutet, dass jeder neue Abonnent manuell genehmigt werden muss. Die Beiträge erscheinen nicht in den Suchergebnissen oder im Entdecken-Tab. Wenn das Ziel darin besteht, ein Publikum aufzubauen, bleibt man öffentlich. Wenn man Instagram für einen engen Kreis (Familie, enge Freunde) nutzt, schützt der private Modus die Inhalte.
Man kann auch seine Stories für bestimmte Abonnenten ausblenden oder die Kommentare nur auf seine Abonnenten beschränken. Diese Einstellungen befinden sich in den Datenschutzeinstellungen jedes Beitrags oder in den allgemeinen Kontoeinstellungen.
Erste Inhalte auf Instagram: womit man konkret anfangen sollte
Man veröffentlicht oft sein erstes Foto mit einem schlecht kanalisierten Enthusiasmus: falscher Schnitt, leere Bildunterschrift, keine Hashtags. Es ist besser, drei bis fünf Beiträge vorzubereiten, bevor man einen einzigen veröffentlicht. Man verfasst sie, wählt die visuellen Inhalte aus, überprüft, ob das Profil vollständig ist, und veröffentlicht dann in einem regelmäßigen Rhythmus (zwei bis drei Mal pro Woche zu Beginn).
Regelmäßigkeit zählt mehr als Häufigkeit. Qualitativ hochwertige Inhalte jede Woche zu veröffentlichen, baut ein solides Publikum auf, als fünf mittelmäßige Fotos am selben Tag zu posten. Der Algorithmus von Instagram berücksichtigt Regelmäßigkeit und Engagement (Kommentare, Shares, Speichervorgänge), um zu entscheiden, wem ein Inhalt angezeigt wird.
Ein letzter Punkt, der oft vergessen wird: zu beobachten, was die Konten in seinem Themenbereich tun, nicht um zu kopieren, sondern um zu verstehen, welche Art von Inhalten Reaktionen hervorruft. Man abonniert etwa fünfzehn Konten, die seinem Thema nahe sind, beobachtet eine Woche lang und passt seine eigene redaktionelle Linie an, basierend darauf, was bei seiner Zielgruppe Anklang findet.